Ostersonntag - 4. April 2021 -  Joh 2,13-25


„Durch das Dunkel hindurch führt ein neuer Weg“

 

Ein zweites Mal steht das Osterfest im Schatten des Virus. Die dritte Welle verlangt uns noch einmal einiges ab.

Wellen können über uns hereinbrechen, uns überfluten.

Es gibt Menschen, die sich ihnen stellen,

die „auf den Wellen reiten“: der Surfer auf den Meereswellen,

die Mutter in den Wehen, Sterbende im Schmerz - und Maria Magdalena in der Begegnung mit dem Auferstandenen.

Sie alle gehen in das Unbekannte hinein.

Das braucht Mut, Ausdauer, Wachsamkeit und die unbedingte Bereitschaft, sich auf die Welle einzulassen.

Sie gibt den Weg vor. Kann ich mich vom Weg führen lassen?

Jesus kommt anders als gedacht: „Halte mich nicht fest!“ – Wie? Eine ähnliche Botschaft hören wir seit einem Jahr ständig: ‚Komm mir nicht zu nahe! Trenn dich!‘ Sie ist verstörend.

Nähe in alten Bildern und Mustern geht nicht mehr.

Loslassen ist angesagt.

Gibt uns Jesus eine Idee, eine Richtung?

Ja, er zeigt Maria einen neuen Weg.

Seine Botschaft heißt: Vergrabt euch nicht, sucht einander;

erkennt im Hören, wenn das Sehen nicht geht;

lasst euch von der Welle der Liebe im Herzen berühren,

auch wenn die Hand es nicht darf;

öffnet euch dem Geist, der eine neue Nähe schafft.

Brechen wir auf zu neuen Ufern.

Gehen wir dem neuen Morgenrot entgegen. Der WEG ist da.

Christus ist unser Leben. Darüber können wir jubeln und uns freuen: Halleluja!

 

Dagmar Pfeiffer