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Gemeinden

In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden die zur Pfarrei Hl. Theresia Neustadt gehören.

St. Josef

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St. Johannes Königsbach

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St. Johannes Mussbach

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St. Marien

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St. Nikolaus Gimmeldingen

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Bildnachweis Kirchenfenster: Anke Sommer, Wörth

Bereitung der Gaben

Mit den Fürbitten ist der Wortgottesdienst zu Ende. Jetzt folgt die Mahlfeier, der zweite große Teil der Eucharistiefeier.
Wenn alltäglich gegessen wird, sind Vorbereitungen in der Küche erforderlich, dann wird gekocht. Und schließlich wird der Tisch gedeckt.
Bei der Eucharistie ist das Kochen nicht notwendig. Aber auch hier wird der Tisch bereitet, die Gefäße werden gebracht. Und dann das Essen, die eucharistischen Gaben: Brot und Wein.
Manchmal wird das Ganze mit einem Lied-Vers begleitet, den das alte Gotteslob 1975 eingeführt hat und den unsere Gemeinden längst gut aufgenommen haben: „Herr, wir bringen in Brot und Wein unsere Welt zu dir!
Du schenkst uns deine Gegenwart im österlichen Mahl“.
Ein Gesang, der das, was getan wird, gut beschreibt.
Der Priester erhebt die Brotschale und betet (häufig still): „Gepriesen bist du, Herr unser Gott, Schöpfer der Welt! Du schenkst uns das Brot, die Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit. Wir bringen dieses Brot vor dein Angesicht, damit es uns zum Brot des Lebens werde.“
Auf Wein und Kelch bezogen wird dies dann wiederholt.

Gaben werden herbeigebracht und in ihnen unsere Welt – die kleine, je eigene, aber auch die große – alles hängt zusammen.
Über alldem wird die Bitte ausgesprochen, dass es verwandelt werde – nicht nur Brot und Wein, sondern auch der Einzelne, der hinter diesen Gaben steht, den diese ausdrücken, und auch seine Welt, sowie die Welt aller.
Und über alldem wird die Bitte nach Wandlung, nach Verwandlung und Veränderung ausgesprochen.

In St. Josef und St. Bernhard kommt dies besonders anschaulich zum Ausdruck. Kommunionhelfer und Messdiener bringen die Hostienschale und einen Krug mit Wein aus der Gemeinde zum Altar. Zuvor, beim Betreten der Kirche, hatten die Gottesdienstbesucher „eingelegt“: dabei haben sie sich mit diesem Stückchen Brot verbunden, sich hineingegeben. Sie selbst kommen also in diesem Stückchen Brot auf den Altar, ihre kleine und die ganz große Welt. Ein schlichtes, sachliches Tun, das aber weit mehr ausdrückt, wenn es bewusst erlebt und gefeiert wird.

Das Brot und Wein werden in der vergegenwärtigenden Erinnerung an das letzte Abendmahl zum Leib und Blut Christi. Und auch die Gemeinschaft derer, die diese Feier mitvollzeihen, wird mehr und mehr zum Leib Christi. Eigentlich sind sie es schon durch die Taufe. Und sie werden es immer mehr durch die Teilnahme an dieser Feier. Der Heilige Ambrosius, im 4. Jahrhundert Bischof von Mailand, hat dies im Hinblick auf den Empfang der Kommunion tief ausgedrückt:
„Empfangt was ihr seid: Leib Christi!
Und werdet, was ihr empfangt: Leib Christi!“
Da ist die Wandlung angesprochen: die der Gaben und die der das Mahl feiernden Menschen.
Diese Wandlung beginnt mit einer bewussten Bereitung.

Michael Janson

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