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Gemeinden

In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden die zur Pfarrei Hl. Theresia Neustadt gehören.

St. Josef

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St. Johannes Königsbach

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St. Johannes Mussbach

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St. Marien

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St. Nikolaus Gimmeldingen

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Bildnachweis Kirchenfenster: Anke Sommer, Wörth

Das Gloria der Heiligen Messe

Das Gloria gehört heute – von den Advents- und Fastensonntagen abgesehen – zum Eröffnungsteil der Sonntagsmesse. Es wird aber auch an Festen, an Hochfesten und besonderen Feiern gebetet oder gesungen. Dies war in unseren Breiten erst ab dem 8./9. Jahrhundert so. In Rom und im Osten setzte sich dieser Hymnus erst später, ab dem 12. Jahrhundert, durch. Davor bleibt er dem Papstgottesdienst vorbehalten. Ein Priester durfte ihn nur bei seiner Primiz und alljährlich an Ostern verwenden.

Beim Gloria handelt es sich um einen beachtlich alten Hymnus. Im 4. Jahrhundert wurden beim Konzil von Laodizea alle selbstgemachten Hymnen verboten. Nur die biblischen Texte sollten Verwendung finden. Das Gloria hat dieses Verbot überlebt, obwohl es sich nicht im Neuen Testament findet.

Das scheint zunächst nicht korrekt. Die ersten beiden Zeilen des Textes finden sich in der lukansichen Weihnachtserzählung. Neben dem Engel, der den Hirten die Geburt des Retters verkündet, erscheint ein großes himmlisches Heer und lobt Gott: „Ehre sei Gott in der Höhe / und Friede auf Erden / den Menschen seines Wohlgefallens.“ ABER: ursprünglich gehörten diese Zeilen nicht zum Gloria-Hymnus. Insofern hätte ihn das Konzil von Laodizea verbieten müssen. Weil er schon damals bekannt und beliebt war, wurde er weiter gebetet.

Ursprünglich bestand der Hymnus aus zwei Strophen. Eine erste preist Gott Vater (ausführlich) und Sohn (kurz). Der zweite Abschnitt ist eine Christus-Litanei, die den Kyrie-Ruf intensivierend fortführt und in einem Lobpreis der göttlichen Dreifaltigkeit endet.

Also: die Gemeinde ehrt Gott, durch den sie sich hat rufen lassen. So vor ihm angekommen folgt dann das Tagesgebet, in dem die Anliegen der Gemeinde zusammenfließen.

Michael Janson

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