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Gemeinden

In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden die zur Pfarrei Hl. Theresia Neustadt gehören.

St. Josef

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St. Johannes Königsbach

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St. Johannes Mussbach

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St. Marien

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St. Nikolaus Gimmeldingen

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Bildnachweis Kirchenfenster: Anke Sommer, Wörth

Gemeinsam singen

Früher konnten die Menschen nicht singen – nur
sprechen und schreien. Dabei hätten sie es so gerne den Vögeln nachgemacht, die auf ihrer Insel lebten. Aber aus ihren Kehlen kamen nur Krächzer. Bald waren sie so heiser, dass sie kaum noch sprechen konnten. Sie gaben das Singen auf und lauschten den Vögeln.
Eines Morgens sahen sie ein Segelboot vor dem Strand liegen. Von dort her ertönte himmlischer Gesang, der sie zum Strand zog. Zwar konnten sie nicht erkennen, woher der Gesang rührte, dazu war das Schiff zu weit weg, aber sie konnten nicht aufhören zuzuhören. Am nächsten Morgen sagte eine alte Frau: "Die müssen doch hungrig sein wie wir und müde. Wir müssen zu ihnen gehen, um sie mit unseren schönsten Früchten zu bewirten." Das taten sie.
Was fanden sie auf dem Schiff? Singende Frauen, die an die Masten gebunden waren. Schnell lösten sie ihre Fesseln, bewirteten sie und nahmen sie mit auf ihre Insel. Sirenen hießen sie. Singend erzählten sie ihre Geschichte und brachten in aller Eile den Krächzinsulanern das Singen bei. Denn sie wussten, dass die
Piraten, die sie geraubt hatten, und die im Schiffbauch schliefen, wahrscheinlich bald erwachen würden. Diese litten an der Schlaflosigkeit. Nur der Gesang der Sirenen brachte ihnen den ersehnten Schlaf. Bald kamen sie mit gezückten Säbeln, um die Sirenen zurückzuholen. Aber die Krächzinsulaner waren inzwischen vorbereitet. Gemeinsam mit den Sirenen sangen sie so laut und vielstimmig, dass die Piraten die Flucht ergriffen.
Heute singen alle Menschen gern, na ja, fast alle. Und manche meinen, die Idee zum gemeinsamen Singen sei anders angeregt worden, durch himm-lische Heerscharen. Noch heute gibt es Nachfahren der Krächzinsulaner. Andere können hervorragend singen, die haben wahrscheinlich eine Sirene oder gar einen Engel im Stammbaum. Eher selten finden sich Nachfahren von Piraten, die einschlafen, wenn schön gesungen wird. Häufig aber machen Menschen die Erfahrung, dass das Singen böse Gedanken vertreibt und verschiedene Menschen harmonisch verbindet. Und genau deshalb singen wir beim Gottesdienst.
angeregt durch: Eva Christina Zeller, Warum singen die Menschen?

Michael Janson

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