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Gemeinden

In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden die zur Pfarrei Hl. Theresia Neustadt gehören.

St. Josef

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St. Johannes Königsbach

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St. Johannes Mussbach

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St. Marien

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St. Nikolaus Gimmeldingen

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Bildnachweis Kirchenfenster: Anke Sommer, Wörth

Jede Eucharistiefeier - eine Auferstehungsfeier

„Deinen Tod, o Herr, verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir bis du kommst in Herrlichkeit!“ – damit drücken wir in jeder Eucharistiefeier das Geheimnis unseres Glaubens aus. Dieses Bekenntnis folgt auf die Wandlung von Brot und Wein durch das Herabrufen des Heiligen Geistes und das Aussprechen der Abendmahlsworte Jesu über diesen Gaben.

„Deinen Tod und deine Auferstehung…“– darin ist eine zweifache Bewegung genannt. Die eine bringt Gott uns Menschen nahe: im Tod Jesu verbindet er sich mit unserem Leben, das letztlich auf den Tod zuläuft. Die andere führt uns Menschen zu Gott: In der Auferstehung Jesu nimmt der Vater uns gleichsam mit hinein ins ewige Leben.

Diese Wirklichkeit feiern wir immer wieder, um von ihr schon hier und jetzt, mitten in der Welt, mitten in unserem Leben ergriffen und geprägt zu werden. Ihr begegnen wir aber nicht nur im Moment der Wandlung, sondern in der Eucharistiefeier als Ganzer. In der Johannes-Kirche in Mußbach wird dies besonders schön deutlich. Dort sind die vier Ecken des Altars mit einer Bronzefigur gestaltet. An allen vier Ecken begegnet dem Betrachter dieselbe Figur, der Auferstandene.

Diese Figur ziert auch den Ambo - das Pult, von dem aus das Evangelium verkündet wird. Auch im Wort Gottes begegnen wir dem Auferstandenen.

Schließlich ist diese Wirklichkeit ist nicht nur im Vollzug der Feier zu greifen – im Hören des Wortes und im Brotbrechen. Es ist eine bleibende Wirklichkeit, die sich im Haus der Kirche und tiefer noch im kleinen Haus des Tabernakels ausdrückt. Die beiden Bronzeflügel, mit denen in der Mußbacher Kirche der Tabernakel verborgen wird, zeigen jeweils dieselbe Figur des Auferstandenen.

Und schließlich wird dort noch eine sehr schöne Verknüpfung deutlich: es ist augenfällig, dass dieser Auferstandene der ist, der oben über dem Altar am Kreuz hängt. Der sterben musste ist der, den der Vater ins ewigen Leben ruft und auferweckt.

Ja, immer wieder spüren wir den Tod: Wenn wir die Grenzen unseres eigenen Lebens und unserer Gesundheit spüren. Wenn wir erkennen, wie sehr uns die Angst, zu kurz zu kommen, zur Unmenschlichkeit treibt. Und vor allem: Wenn wir in unserem Bekanntenkreis vom Tod betroffen werden.

Und immer wieder feiern wir das Leben: wenn wir diese ewige Wirklichkeit Gottes und des Glaubens an ihn erfassen und davon ergriffen werden.

Auf uns allein gestellt würden wir es leicht vergessen und verlieren, es würde verschüttet durch die Sorgen des Alltags. Wenn wir uns versammeln und es feiernd festhalten, wenn wir uns im Gebet vor dem lebendigen Gott einfinden, dann spricht er Auferstehung hinein in unseren je konkreten Alltag

Michael Janson

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