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Gemeinden

In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden die zur Pfarrei Hl. Theresia Neustadt gehören.

St. Josef

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St. Johannes Königsbach

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St. Johannes Mussbach

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St. Marien

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St. Nikolaus Gimmeldingen

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Bildnachweis Kirchenfenster: Anke Sommer, Wörth

Kyrie eleison! Die Gemeinde lässt sich zur Begegnung mit dem Auferstandenen führen.

„Es ist der Herr!“ (Joh 21,7) Dies äußert der Jünger, den Jesus liebte, Petrus gegenüber. Ohne ihn erkannt zu haben waren sie ihm bei der Rückkehr von erfolglosem Fischfang begegnet. Er schickte sie noch einmal hinaus – nun hatten sie Netze voller Fische. Da stellt Johannes fest: „Es ist der Herr!“

Damit ist der Teil der Messe gut beschrieben, den wir in diesem Monat hervorheben wollen, um tiefer in die Feier der Liturgie einzudringen: Das Kyrie.

Die Gemeinde ist versammelt, das Eingangslied verklungen, der Priester hat begonnen: „Im Namen des Vaters….“ - „Der Herr sei mit Euch!“ Damit sind wir schon an der richtigen Stelle, vor dem Richtigen, vor unserem Herrn. Dieser ist unser Gegenüber, der Auferstandene, der Lebendige, der Gottessohn.

Nach der Begrüßung der Gemeinde und dem Schuldbekenntnis wird dieser Herr noch einmal ausführlicher begrüßt: „Kyrie eleison / Christe eleison / Kyrie eleison!“ – „Herr erbarme dich / Christus erbarme dich / Herr erbarme dich!“ Vor allem die deutsche Fassung dieses Rufs ist irreführend. Klingt sie doch wie eine eindringliche Bitte: Herr, Christus, erbarme dich doch! Oft werden diese Rufe deshalb auch als Fortsetzung des Schuldbekenntnisses und der Vergebungsbitte wahrgenommen. Aber dieser Ruf drückt eigentlich keine Bitte aus, sondern vielmehr Lob und Preisung, er ist eine Feststellung, eine „confessio“, ein Bekenntnis, eine „Christus-Ikone“.

Die Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil hat das noch einmal unterstrichen, indem sie das Kyrie zu einer sogenannten „Kyrie-Litanei“ entfaltet. Eine solche findet sich z.B. unter der Nummer 164 im neuen Gotteslob:

„Der in seinem Wort uns hält, bis zum Ende dieser Welt: Christus, Herr, erbarme dich. / Der unsre Mühsal kennt, der uns beim Namen nennt: Christus, erbarme dich. / Der uns aufstrahlt im Gericht, der uns heimruft in sein Licht: Christus, Herr, erbarme dich.“ Da sind die Pinselstriche eines Christus-Bildes deutlich zu sehen.

Dieser Beginn der Messe kommt oft recht schnell, fast überraschend. Man ist noch nicht richtig präsent, und schon ist dieser Beginn vorbei. Aber eigentlich hat er es richtig ins sich: er führt die versammelte Gemeinde hin zur Begegnung mit dem Herrn, dem Kyrios. Diesen stellt er vor, er beschreibt ihn. Und dann können alle, die da sind, sagen: „Er ist der Herr! So ist der Herr!“ Ihm dürfen wir jetzt begegnen.

Michael Janson

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