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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden die zur Pfarrei Hl. Theresia Neustadt gehören.

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Bildnachweis Kirchenfenster: Anke Sommer, Wörth

Monatslieder aus dem Neuen Gotteslob

Monatslied Mai 2018

Icon mit Musiknoten auf schwarzem Hintergrund
Bild: Factum / ADP
Pfarrbriefservice.de

O Maria, sei gegrüßt (GL 523)

Ein Marienlied des alten „Gotteslob“, das ein Schicksal mit einigen anderen Liedern teilt: es wurde kaum gesungen. Wahrscheinlich wurde es von altbekannt fröhlichen Marienliedern einfach verdrängt. Schade! Denn die Melodie hat wiederum etwas nach Innen führendes, sie trägt Text und Inhalt. Zwei der drei Strophen geben die Worte der schwangeren Elisabeth wieder, als die ebenso schwangere Maria sie besucht. Im 11. Jahrhundert hatte sich diese Begegnung im Gebet des „Gegrüßet seist du, Maria“ geformt. Im Rosenkranz wird dieses Mariengebet zu einer Christusbetrachtung: die verschiedenen Gesätze malen den Weg der Erlösung. Und dies führt zur dritten Strophe, zum Ausblick auf die eigene Todesstunde.

 

 

Monatslied April 2018

„Freud über Freude…“ (GL 725)

Freud über Freude, da alle mir sagten: zum Hause des Herrn woll’n wir ziehen. Ein Liedtext, der sich eng auf ein Psalmengebet bezieht, auf Psalm 122, ein Wallfahrtslied. Ein Text, der die Wallfahrt zum Tempel begleitet und deutet. Friede in deinen Mauern, Überfluss in den Palästen, ein fester Stand, Lebens-Worte… Gott selbst wird dem Beter zur Speise. – Dies könnte unser heutiges Zusammenkommen begleiten und deuten, den Kirchgang. Warum nicht so mich selbst einstimmen…

 

 

Monatslied März 2018

Kreuz, auf das ich schaue… (GL 270)

Das Kreuz –Schmuckstück oder Glaubenszeichen? Für uns auf jeden Fall letzteres! In ihm fließen Leben und Sterben Jesu zusammen. Das Zeichen seiner Hingabe deutet Ostern, Auferstehung an.
Der Text unseres Monatslieds führt uns zum Kreuz als Hoffnungs-, als Lebenszeichen. „Betrachtung des Kreuzes am Morgen eines neuen Tages“ – diese Überschrift schlägt Meinrad Walter vor, er ist Musikwissenschaftler und Theologe in der Erzdiözese Freiburg.
Text und Melodie stammen von noch lebenden Autoren. Die Komposition verläuft fast ausschließlich in einem 2/2-Takt, einem ruhigen Duktus also. So gehen wir durchs Leben - Schritt für Schritt. Der vorletzte Takt aber fällt in einen 3/2–Takt, unser Tritt wird unterbrochen. Eine schöne Anregung: im Kreuz Jesu wird das Kreuz überwunden. Der Glaube daran holt mich aus dem natürlichen Trott, er verändert mein Leben und meinen Rhythmus, das mündet in einen beschwingten 3-er-Takt und kommt dann in der Schlussnote zur Ruhe.

 

 

Monatslied Februar 2018

„Tanzen, ja tanzen wollen wir und springen, tanzen vor dem Herrn…“
(GL 462)

Das gilt vielleicht für Kinder, nicht aber für Erwachsene! Aber sind nicht auch sie Kinder Gottes? Warum nicht mit dem Körper, mit Händen und Füßen bewegt, beten?

Eigentlich ist das gut biblisch! Nach der Rettung am Schilfmeer schlug Mirjam die Pauke und tanzte vor den Geretteten her. Das gehört zu jeder Osternacht! Und als König David die Bundeslade nach Jerusalem brachte, tanzte und sang er zusammen mit dem ganzen Haus Israel vor dem Herrn. Psalm 149 empfiehlt in aller Ausgewogenheit: „Seinen Namen sollen sie loben beim Reigentanz, ihm spielen auf Pauken und Harfen“. Es muss ja nicht jeder alles mitmachen, aber anderes zulassen und würdigen. Eine ganz andere Perspektive bietet schließlich der Kirchenvater Augustinus:

„Mensch lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel mit dir nichts anzufangen!“

Der Text stammt von Lothar Zenetti (geb. 1926). Er ist Priester der Diözese Limburg, war Jugendseelsorger und dann lange Pfarrer in Frankfurt – Sachsenhausen.

Die Melodie hat der Kölner Musiker und Theologe Norbert Caspers (geb. 1954) vor 30 Jahren komponiert.

Und gesungen wird es u.a. in der Pfalz!

 

 

Monatslied Januar 2018

Heilig, heilig…. (GL 749)

Wieder ein „Sanctus“-Lied zum Jahresbeginn.
Der Abschnitt aus Jesaja 6, die Berufung des Propheten Jesaja, ist u.a. Lesung am Nikolaustag, da kommen die ersten Worte des Sanctus vor. Jesaja sieht den HERRN auf seinem Thron; der Saum seines Gewandes füllt den Tempel; die Serafim rufen einander zu: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heere. Von seiner Herrlichkeit ist die ganze Erde erfüllt.“
Durch unseren Gesang nach der Dankgesang der Präfation und vor der Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesu öffnen wir gleichsam den Raum dieser Gotteserfahrung. Wir stimmen uns ein auf das, was da an uns und in unserer Mitte geschieht. Wir erinnern die Heiligen, in denen sich Gott mitten in der Welt kundtut. Und wir begreifen uns als Tempel, in denen der Geistes Gottes Wohnung nehmen möchte. Es singt um uns herum und in uns, um in uns zu klingen: der Herr erfüllt Himmel und Erde mit seiner Herrlichkeit…

 

 

 

Monatslied Dezember 2017

Gott, heilger Schöpfer aller Stern… (GL 230)

Dass Kirchenmusiker und Theologen unser Monatslied für den Advent als
Konditor-Lied bezeichnen, hängt schlicht am Lateinischen Beginn: „Conditor alme siderum“. Ein Hinweis zum Schmunzeln, der auch hier einmal öffentlich werden darf.
Es stand schon im alten Gotteslob, ist aber noch nicht richtig in den Gemeinden angekommen. Das hängt an folgendem: die Melodie ist sehr alt (im 10. Jhdt bereits bezeugt); sie ist einer Kirchentonart geschrieben (im 4. Ton, also hypophrygisch); und sie beschränkt sich auf den Umfang von 6 Tönen. Das Lied klingt karg und ernst und ist gar nicht eingängig. Aber nach und nach erschließt sich dieses Lied in seiner Schönheit.
Der Text bringt den zweifachen Advent ins Gespräch: den zur Zeitenwende und den am Ende der Zeit. Beides ist Inhalt der Zeit auf Weihnachten hin. 

 

Monatslied November 2017

Christuslob für die Heiligen (GL 548)

Unser Monatslied für den November entstand in England. Das neue Gotteslob bietet uns ja einiges von dort, man spürt die große Tradition des gemeinsamen Singens in der anglikanischen Liturgie. Der von unserem Kirchenchor immer gepflegte „Evensong“ ist von diesen Wurzeln inspiriert.
Der Liedtext stammt aus der Feder von William Walsham How (1823 - 1897), einem Geistlichen der Kirche von England. Gut 100 Jahre später wurde er ins Deutsche übertragen und von 11 auf 5 Strophen gekürzt. Die Melodie schrieb Ralph Vaughan Williams (1872-1958), Organist, Komponist und Dirigent. Er beschäftigte sich intensiv damit, englische Volkslieder zu sammeln. 1906 gab er ein neues Kirchengesangbuch heraus: The English Hymnal. Biblische Hintergründe und ein sinfonischer Stil prägten seine Kompositionen.
Das Lied führt uns zum Dank an Jesus Christus für die Heiligen, für ihr Vorbild und die stärkende Gemeinschaft mit ihnen. Im Gottesdienst verbinden wir uns mit ihnen. Sie sind schon vollendet, wir leben noch angefochten - geleitet durch sie - mitten in der Welt. Gerade im November ist dieser Ausblick notwendig und hilfreich. Das Lied könnte uns gut durch den Totenmonat begleiten und ihm eine Glaubensperspektive geben.


Monatslied Oktober 2017

Unser Monatslied: Groß sein lässt meine Seele den Herrn… (GL 879)

Dieses Marienlied bietet uns eine Umschreibung (Paraphrase) des „Magnifikat“. Sie stammt von dem Münchener Liederschreiber Martin Schraufstetter.
Der Lobgesang der Maria (Lk 1, 46–55) - ausgesprochen im Gegenüber zu Elisabeth – geht zurück auf das Lied der Hanna (1 Sam 2, 1-10). Sie war alt und kinderlos. Sie wurde gedemütigt, zuletzt durch den Priester Eli. Durch ihn erfährt sie, dass Gott ihr Schicksal wenden wird. Nach der Geburt Samuels kommt sie dorthin zurück, wo sie einst ihr Herz ausgeschüttet hatte, um Gott Lob zu singen.
Eine tiefe Kraft steckt im Magnifikat. Es „ist das leidenschaftlichste, wildeste, ja man möchte fast sagen revolutionärste Lied, das je gesungen wurde“, sagt Dietrich Bonhoeffer. Für ihn spricht hier eine „leidenschaftliche, hingerissene, stolze, begeisterte Maria“. Häufig hat es Menschen in ausweglosen Situationen aufgerichtet.
Solche Härten hat unser Monatslied hinter sich gelassen, man hört sie nicht mehr. Im Blick auf den Gekreuzigten dürfen wir uns die Freiheit zum Jubeln nehmen. Dies kommt letztlich aus dessen Erniedrigung und dem kraftvollen Handeln Gottes an ihm.
Der Refrain wird gut ins Ohr gehen. Die Strophen werden eine leichte Zunge und bewegliche Lippen verlangen und uns fordern. Aber die Melodie wird uns mitnehmen….


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