Freitag, 18. Dezember 2020

Gottesdienste während des Lock-downs

Grafik: Factum / ADP

Nach intensiver Beratung im Vorstand des Pfarreirates mit Vertretern der Gemeindeausschüsse hat die Pfarrei Heilige Theresia von Ávila zusammen mit Dekan Michael Janson über ihr Gottesdienstangebot während des harten Lock-Downs entschieden. Zwar lässt die neuste Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes den Kirchen die Möglichkeit, öffentliche Gottesdienste zu feiern. Dennoch sieht dieselbe Verordnung in einem harten Lock-Down die einzige Möglichkeit, den immer weiter steigenden Infektionszahlen entgegenzuwirken. Dem möchte die Pfarrei sich anschließen.

In einer Video-Konferenz haben sich die Vertreter*innen der Gemeinden dazu entschieden, die Gottesdienste an Heiligabend und am 1. Weihnachtstag wie geplant zu feiern. Schließlich wurden die im Mai entwickelten Hygienekonzepte konsequent angewandt und fortgeschrieben, sodass sie auch im Lock-Down light seit Anfang November Bestand hatten. Die Sehnsucht der Gläubigen nach einer gemeinsamen Feier von Weihnachten ist gerade angesichts der Pandemie groß und verständlich. Auch die Gottesdienste am 4. Advent finden wie geplant statt. Diese sollen dazu genutzt werden, die Gläubigen zu informieren und sie für die einschneidenden Maßnahmen zu gewinnen. Einzig der Ruhepunkt an der Klausenkapelle in Königsbach am Sonntag, 18 Uhr,  wird ausfallen, weil das Bistum für Gottesdienste im Freien Regelungen vorsieht, die kaum umsetzbar sind. Zu allen Gottesdiensten steht - wie bisher auch - nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen zur Verfügung, sodass der Mindestabstand unter den Mitfeiernden gewährleistet ist.

Zur Teilnahme an allen Weihnachtsgottesdiensten ist unbedingt eine telefonische Anmeldung im Pfarrbüro erforderlich. Diese ist ab kommenden Montag und Dienstag von 9 bis 12 und von 13:30 bis 17 Uhr, sowie am Mittwoch von 9 bis 12 Uhr möglich. Wer nicht angemeldet ist, kann nicht am Gottesdienst teilnehmen! So soll verhindert werden, dass sich vor der Kirche Menschen ansammeln, für die in der Kirche kein Platz mehr ist - eine sinnvolle Anordnung der Diözese.

Nach dem 1. Weihnachtstag gilt dann auch für die Gottesdienste der Pfarrei ein harter Lock-Down. Bis zum 10. Januar finden in der Pfarrei keine öffentlichen Gottesdienste mehr statt. Die Priester feiern - wie im ersten Lockdown auch - ohne Gemeinde in den Anliegen der Menschen eine Vorabendmesse und eine Messe am Sonntag. Wie es anschließend weitergeht wird sich ergeben, wenn sich Wissenschaft und Politik zum Vorgehen nach dem 10. Januar entschieden haben.

Während der gesamten Zeit sind die Kirchen der Pfarrei tagsüber für das persönliche Gebet geöffnet. Das Friedenslicht von Bethlehem steht in allen Kirchen zur Verfügung. Es werden Texte ausliegen, die zum persönlichen Gebet anregen. Sie sind auch auf der Homepage der Pfarrei zu finden. Die Hauptamtlichen der Pfarrei stehen darüber hinaus für persönliche Gespräche per Telefon zur Verfügung. Damit wird die Seelsorge für die Menschen weiterhin ermöglicht.