Dienstag, 24. Mai 2022

Großer Solidaritätstag erbringt 3.200 € für Opfer des Ukraine-Kriegs

Grafik von iXimus.de

„Ich hätte diese wunderbare Gegend hier gerne unter anderen Umständen kennengelernt“ – sagte Marina Mayesvka, eine junge ukrainische Mutter, die seit März in Königsbach lebt, beim Solidaritätsfest am 22. Mai im Pfarrheim. Ihre Tochter Maya besucht die Kita St. Johannes und so kam über die Leiterin, Ute Baron, der Kontakt zu den Organisatoren zustande. Unter den fast 200 Gästen, die über den Tag verteilt die Aktion besuchten, waren auch einige ukrainische Familien. Während das Kita-Team ein Angebot für die kleinen Gäste bereit hielt, wurden von Marina Mayevska die Hintergründe des Konflikts in den letzten 30 Jahren beschrieben. Gemeinsam hörten sie den eindrucksvollen Bericht von Pater Gerd Hemken, der mit den Herz-Jesu-Priestern im schwer getroffenen Irpin westlich von Kiew Hilfe für die Opfer organisiert. „Alleine in dieser Stadt haben 7.000 Familien ihr Zuhause verloren“, verdeutlichte er die Dimension der Verwüstungen.

„Ich bin so froh, dass wir diese Aktion auf die Beine stellen konnten“, meinte Ortsvorsteherin Alexandra Schaupp. Rundum zufrieden waren auch die Veranstalter, Veronika Wolf von der kfd, Stephan Koppenhöfer von der CDU und Wolfgang Appel von der Pfarrgemeinde und die über 20 Helferinnen und Helfer. Bis auf einen kleinen Rest waren alle Kuchen verkauft, Waffeln, Bratwürste und Getränke fanden großen Absatz. Die Weingüter Klohr und Hammer-Sommer stifteten die Getränke. Für alle Angebote wurden keine Preise verlangt, sondern es wurde um Spenden gebeten. So konnten am Ende des Tages insgesamt 3.200 Euro Reinerlös erzielt werden, der zu gleichen Teilen an die Ukraine-Hilfe der Herz-Jesu-Priester und an die Flüchtlingsversorgung in der Gimmeldinger Meerspinnhallte übergeben werden. „Es ist so wichtig zu wissen und zu spüren, dass die Menschen hier unser Land unterstützen“, bedankte sich eine ukrainische Besucherin bei der Dorfgemeinschaft.