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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden die zur Pfarrei Hl. Theresia Neustadt gehören.

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Bildnachweis Kirchenfenster: Anke Sommer, Wörth

Sonntag, 14. Oktober 2018

Entdeckernachmittag: Papier

Aktion der Initiativgruppe "Nachhaltigkeit in der Pfarrei" war ein voller Erfolg!

„Es ist sehr nobel, es sich zur Pflicht zu machen, mit kleinen alltäglichen Handlungen für die Schöpfung zu sorgen, und es ist wunderbar, wenn die Erziehung imstande ist, dazu anzuregen, bis es zum Lebensstil wird.“

Diese Worte von Papst Franziskus aus seiner Enzyklika LAUDATO SI‘ nahmen sich vier Frauen der Pfarrei Theresia von Avila in Neustadt zu Herzen und organisierten für den 3. November für jung und alt einen „Entdeckernachmittag“, der in den Pfarreiräumen rund um die Marienkirche stattfand und zwar zum Thema „Papier“. In monatelanger Vorarbeit hatten Astrid Waller, Sybille Schanz, Gabriele Hufschmidt und Sr. Judith Velten erst einmal mit Pfarrer Michael Janson zusammen überlegt, wie die Pfarrei selbst dazu beitragen kann, die Verwendung von Primärfaser-Papier einzuschränken. Dazu ließ der Pfarrer eine Übersicht erstellen über den Verbrauch an Rohstoffen und Energie für jeweils 500 Blatt bisher im Pfarrbüro verwendetes Papier im Gegensatz zu Recycling-Papier: Holz 7,5 kg zu 0,0 kg; Wasser 130,0 l zu 22,2 l; Energie 26,8 kWh zu 7,5 kWh; CO2-Ausstoß 3,0 kg zu 1,4 kg. Diese Zahlen beeindruckten den Pfarreirat sofort, um für den Einsatz von Recycling-Papier sowohl für das Pfarrbüro als auch zum Druck des Kirchenblatts zu stimmen. Auch der Verwaltungsrat war einverstanden, obwohl diese Neuausrichtung - wegen der leider immer noch zu geringen Nachfrage -  mit Mehrkosten verbunden ist.

Den vier Initiatorinnen war dies aber nicht genug. Sie wollten mithelfen, dass ein Bewusstsein dafür entsteht, wieviel wir alle mit Veränderungen unseres Verhaltens zu einer etwas besseren Welt beitragen können. Wichtig war den Frauen dabei von Anfang an, gerade auch die Kinder mit einzubeziehen.

Wieviel Arbeit die Vorbereitung und Durchführung dieses „Entdeckernachmittages“ erforderte, konnten die Besucherinnen und Besucher nur ahnen. Da war nämlich so ziemlich alles präsentiert, was an Informationen zum Thema „Papier“ derzeit verfügbar ist. Fachbücher, Flyer, Schautafeln, jede Menge Artikel aus Recycling-Papier – alles war anzuschauen. Und für die Kinder gab es diverse Angebote zum Basteln, z.B. von Pappschachteln, die bemalt und mit alten Kalenderblättern beklebt wurden. Die Kleinen konnten – teils unter Anleitung – dabei mit Hingabe ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Da gab es auch noch Fühl-Kisten, deren ertastete Inhaltsstoffe wichtig wurden für den Quiz, der am Ende des Nachmittages wartete. Hier galt es, die erlernten Inhalte zum Thema „Papier“ in Fragebögen zu übertragen, eine Aufgabe, die auch die Kleinsten – mit Hilfe ihrer Eltern – ebenfalls mit Eifer erledigten.

Zuvor gab es aber in der „Plausch-Ecke“ auf dem roten Sofa noch die Möglichkeit zum Austausch von Ideen zum Thema. Mit Kuchen und Getränken machte das gegenseitige Anregen von Ideen zur Frage „Wie kann ich im Alltag Papier vermeiden?“ richtig Freude. Die kleine Marie, die sich hier unter die Erwachsenen gesellt hatte,  erstaunte die anderen Anwesenden mit ihren ernsthaften Gedanken, etwa zum Komplex Kataloge: „Man kann mit Aufklebern am Briefkasten dafür sorgen, dass die erst gar nicht eingeworfen werden. Oder wir können die Prospekte gemeinsam beziehen mit Verwandten oder Nachbarn, das spart auch schon etwas ein.“

Am Ende der Veranstaltung bekamen die Teilnehmenden für ihr Mitmachen beim Quiz jeweils einen Kugelschreiber aus Altpapier, man fühlte sich aber sowieso in mehrfacher Hinsicht bereichert. Sybille Schanz hob in ihrer Schlussbilanz eines besonders hervor: „Heute sind 50 Menschen gekommen, darunter ganz viele Kinder. Mit einer so großen Resonanz hätten wir nie gerechnet. Dass dieses Thema so viele interessiert, motiviert uns, einiges von unserem Material demnächst in der Marienkirche auszustellen für all die, die heute nicht dabeisein konnten.“

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