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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden die zur Pfarrei Hl. Theresia Neustadt gehören.

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Bildnachweis Kirchenfenster: Anke Sommer, Wörth

Mittwoch, 10. April 2019

Rätselbild März

Kreuz in unserer Kirche St. Bernhard

Mit der Spuren-suche im März haben wir es Ihnen leicht gemacht. Viele dürften aufgrund der ungewöhnlichen Darstellung und des Hintergrunds das Seil dem Kreuz und der Bernhards-Kirche zugeordnet haben.
Gewöhnlich wird Jesus ans Kreuz genagelt dargestellt. Selbst der Auferstandene zeigt Nagelwunden. Hier aber fesselt der Künstler Thomas Duttenhoefer aus Darmstadt Jesus an die Balken und setzt sich von Geläufigem ab. Was sagt er damit?
Dem Seil kommen wir in einem Fenster in St. Marien (Kirchenblatt vom März!) auf die Spur. Unten ist dort der Sündenfall dargestellt. Die Schlange fesselt die Hände des Menschen. Letztlich fesselt ihn die Versuchung, das Sein-wollen-wie-Gott, die Sehnsucht nach Macht. Oder auch die Angst davor, nichts zu gelten, ein Niemand zu sein. Und schließlich fesselt die Angst vor dem Tod. Wie leicht ist der Mensch unbewusst in solchen Mustern gebunden.
Das scheint nachvollziehbar. Aber wie kommt
Duttenhoefer dazu, Jesus mit einer Fessel ans Kreuz zu binden?
Schon zu Beginn des öffentlichen Auftretens Jesu waren die Schriftgelehrten und die Anhänger des Herodes ganz davon besessen, Jesus zu töten (vgl.
Mk 3,6). Mit seiner Haltung gegenüber der Anwendung der jüdischen Gesetze war er ihnen ein Ärgernis. Das bindet sie und fesselt Jesus. Aber auch er ist gleichsam gefesselt, jedoch von der Liebe des Vaters. Obwohl er den Tod auf sich zukommen sieht, bleibt er bei seinem Weg der Liebe. Deshalb können ihn die Fesseln des Todes nicht halten. Sie lösen sich in der Liebe des Vaters. Diese Erlösung wird in der Darstellung des Gekreuzigten in St. Bernhard anschaulich.
Der Tod hat keine Macht mehr, nicht über ihn, nicht über uns. Der Jesus nachfolgt kann Fesseln lösen, kann Machtmechanismen mit ihren Hintergründen und Folgen offen legen. Und noch mehr: nachgeben ist möglich, das Hergeben, ein Verzichten, ein Sich-selbst-zurück-Nehmen ist zum Leben nahe.

Michael Janson

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